Wissenswertes über Schützenvereine

Juli 13, 2015
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Als Schützenbund oder Schützenverein werden Vereine bezeichnet, die die Ausübung des Schießsports erlauben. Dazu gehören neben dem Gewehr- und Pistolenschießen auch das Vorderlader- und Armbrustschießen, das Bogenschießen, das Schießen mit der Schnellfeuerpistole und das Schießen für den Sommerbiathlon. Allerdings steht nicht allein das Schießen im Vordergrund. In Schützenvereinen geben sich Sport und die Pflege alter Bräuche und Werte die Hand. Mit Stolz bewahren diese Vereine Brauchtum und alte Tradition. Kaum eine andere Institution kann auf eine so weitreichende Tradition zurückblicken wie Schützenvereine. Einige der ältesten heute noch bestehenden Schützenvereine sind sogar mehrere Hundert Jahre alt und konnten sich viele alte Traditionen bis heute bewahren. Auch wenn sich trotzdem nicht vollkommen verhindern lässt, dass sich nach und nach auch moderne Werte in das traditionelle Schützenleben mischen. Beispielsweise sind inzwischen Frauen für Schützenvereine zugelassen.

Die Verbreitung der Schützenvereine in Deutschland

Schuetzenverein Das Schützenwesen erfreut sich bisher großer Beliebtheit. In den Sportstatistiken gehören Schützenvereine mit ihren Mitgliedszahlen regelmäßig zu den ersten fünf und finden somit ebenso großen Anklang wie Fußball, Turnen, Tennis und der Leichtathletik-Verband. Mit über 1,4 Millionen Mitgliedern ist der Deutsche Schützenbund der größte Schützenverein Deutschlands. An zweiter Stelle folgt der Bund Deutscher Schützen mit 50.000 Mitgliedern. Die Popularität spiegelt sich auch in der großen Verbreitung und der hohen Anzahl der Schützenvereine wieder. Überall in Deutschland gibt es lokale Schützengruppen, egal ob in kleinen Dörfern oder in Großstädten, ob im Norden oder Süden. Insgesamt existieren etwa 15.000 Schützenvereine. Besonders im traditionsbewussten und ländlichen Bundesland Bayern lebt das Schützenwesen. Dort werden aktuell die meisten Schützenvereine gezählt. Leider scheinen Schützenvereine an Attraktivität zu verlieren, denn viele Vereine haben mit schwindenden Mitgliederzahlen zu kämpfen.

Das Schützenfest – eine feste Tradition für Schützenvereine

Wer an Schützenvereine denkt, assoziiert automatisch die großen Schützenfeste mit diesem Begriff und sieht Männer in traditionellen Uniformen vor sich, die in geordneter Marschformation unter den Klängen militärischer Musik beim Schützenausmarsch durch die Straßen ziehen. Schützenfeste gehören zu den traditionellen Veranstaltungen der Schützenvereine und werden oft als großes Volksfest gefeiert. Bei jedem Verein gibt es pro Jahr ein Schützenfest, das meist im Sommer oder späten Frühling stattfindet und mehrere Tage dauern kann. Die mit dem Schützenfest verbundenen Traditionen sind teilweise regional sehr unterschiedlich, doch ein wichtiger Bestandteil des Schützenfestes ist stets die Wahl des oder der Schützenkönige. Dieser wird durch einen Schieß-Wettbewerb ermittelt und begleitet das Amt bis zum nächsten Schützenfest. Oftmals dienen ein hölzerner Vogel oder Scheiben als Ziel. Der beste Schütze wird anschließend zum neuen König gekürt und ausgiebig gefeiert. Für die Proklamation des neuen Schützenkönigs wird dieser von den Vereinsmitgliedern abgeholt und in einem festlichen Umzug zum Festplatz oder zum Festzelt begleitet. Das weltweit größte Schützenfest wird jedes Jahr in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover gefeiert.

Quellenangabe / Bild

© paulm41 / Fotolia.com

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