Vom Stoff zur Fahne – Grundlegende Informationen über Werbefahnen

Mai 19, 2015
1 Kommentar

Mit Außenwerbung lenken Ladenbesitzer und Unternehmen die Aufmerksamkeit vorbeiziehender Passanten und potenzieller Kunden auf sich. Vor allem Werbefahnen sind für Firmen, Clubs und Vereine ein wichtiges Aushängeschild. Bei jedem Wetter, bei Tag und Nacht ziehen wehende Fahnen die Blicke auf sich und transportieren die Werbebotschaft nach außen. Während früher Fahnen aufwendig bedruckt und geschneidert wurden und sich Sonderwünsche in Bezug auf Maße und Form nur schwer umsetzen ließen, gibt es dieses attraktive Werbemittel heutzutage in allen möglichen Ausprägungen und Formen. Bei professionellen Anbietern lassen sich Fahnen nach individuellen Wünschen gestalten und drucken. Besonders auffällig sind natürlich beleuchtete Fahnen, die sogar nach Anbruch der Dunkelheit das eigene Unternehmen ins rechte Licht rücken. Anbei verraten wir, wie aus einem Stoff eine bedruckte Fahne wird.

Vorbereitung für den Druck

Das Wichtigste an einer Fahne ist das Motiv. Wer mit seiner Fahne in der Werbelandschaft auffallen will, benötigt ein aussagekräftiges und professionell gedrucktes Motiv. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Fahnen lassen sich heute schnell individuell bedrucken. Bei Fahnen kommen meistens hochwertige Polyesterstoffe zum Einsatz, da diese in Bezug auf Haltbarkeit, Gewicht, Preis und Bedruckbarkeit viele Vorteile bieten. Polyesterstoffe sind außerdem sehr wetterbeständig und trotzen somit Sonne, Wind und Regen. Allerdings kann der Stoff nicht sofort bedruckt werden. Zuvor muss er von Rückständen befreit werden, die beim Weben bzw. Wirken entstanden sind, und in einer Breitwaschmaschine gewaschen werden. Anschließend wird die Fahne in einem Spannrahmen glatt gezogen, damit sie ordentlich und glatt bedruckt werden kann.

Drucktechniken zum Bedrucken von Werbefahnen

Für das Bedrucken von Fahnen sind drei verschiedene Druckverfahren üblich: der digitale Direktdruck, der Siebdruck und der Sublimationsdruck, wobei besonders die beiden ersten Verfahren häufig zum Einsatz kommen. Die Auswahl des Druckverfahrens hängt unter anderem von dem Motiv und der Auflagenhöhe ab.

Der digitale Direktdruck
Textilien wie Polyesterstoffe lassen sich durch den Digitaldruck selbst mit vielen Farben und Farbverläufen in sehr hoher Qualität bedrucken. Darüber hinaus gewährleistet das Verfahren neben der starken Farbsättigung einen sehr guten Durchdruck. Beim digitalen Direktdruck wird das Motiv durch Spezialmaschinen direkt auf den Trägerstoff gedruckt und die Farben anschließend durch Wasserdampf fixiert. Der heiße Dampf bewirkt, dass die Fasern sich öffnen, wodurch sie die Farbe besser aufnehmen und diese wasserfest einschließen. Mittels Digitaldruck können auch kleine Auflagen oder Einzelstücke schnell und kostengünstig produziert werden.

Der Siebdruck
Fahnen, die im Siebdruck hergestellt wurden, bestechen durch ihre lange Haltbarkeit, ihre Lichtbeständigkeit und ihre Leuchtkraft. Beim Siebdruck wird für jede Farbe ein Sieb erstellt und die Farbe nass in nass auf weißem Stoff aufgedruckt. Die Verwendung hochwertiger Farben und eine entsprechende Nachbehandlung des Drucks garantiert eine hohe Farbbrillanz. Die Farbschichten lassen sich in unterschiedlicher Intensität aufbringen und besonders Sonderfarben wie Gold und Silber kommen mit dem Siebdruckverfahren bestens zur Geltung. Allerdings sind mit dem Siebdruck keine Farbverläufe möglich und die hohe Qualität und Farbtreue hat ihren Preis. Durch das Erstellen von Schablonen für jede Farbe ist das Siebdruckverfahren sowohl zeitintensiver als auch teurer als das Digitaldruckverfahren.

Der digitale Transfer- oder Sublimationsdruck
Bei diesem Druckverfahren wird der Farbstoff durch Erhitzen in den Polyesterstoff eingedampft (sublimiert). Dafür wird die Vorlage seitenverkehrt mit der Sublimationstinte auf eine Folie gebracht und anschließend mit der Thermotransferpresse auf das Trägermaterial übertragen. Das Ergebnis sind sehr scharfe Konturen und leuchtende Farben. Mit dem Sublimationsdruck lassen sich unterschiedliche Materialen kostengünstig in Fotoqualität bedrucken. Zudem zählt der digitale Transferdruck als umweltfreundliches Druckverfahren, da keine Nachbehandlung notwendig ist. Allerdings kann mit dieser Technik kein guter Durchdruck erreicht werden. Für Fahnen im Außenbereich ist der Sublimationsdruck deswegen weniger geeignet.

Quellenangabe / Bild

© Alexandr Blinov / Fotolia.com

[top]
One Response to Vom Stoff zur Fahne – Grundlegende Informationen über Werbefahnen
  1. Dankeschön! Ich finde Werbefahnen echt praktisch, um auf kleine Unternehmen aufmerksam zu machen. Danke für die Infos!


[top]

Nachricht hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>