Typische Leckereien der Faschingszeit

Februar 17, 2015
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Zur fünften Jahreszeit müssen Narren und Jecken nicht hungern. Deftige Speisen und alkoholische Getränke sind ebenso fester Bestandteil der fröhlichen Faschingszeit wie Büttenreden, Karnevalsumzüge oder Karnevalsvereine, die mit Stolz das Vereinswappen als Aufnäher auf der Brust oder als Rangabzeichen auf dem Ärmel der Kostüme tragen. Die verschiedensten Leckereien verführen zum Schlemmen. Typische Faschingsgerichte zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie gesund sind. Vielmehr das Gegenteil ist der Fall. Fast alle Faschingsspeisen sind süß und fettig und verschönern Leckermäulern die Faschingszeit umso mehr.

Der Ursprung der Fastnachtsküche

Berliner KrapfenAm Aschermittwoch beginnt die große Fastenzeit. Dann heißt es 40 Tage ohne Genussmittel, 40 Tage ohne Schokolade, ohne Alkohol und ohne bestimmte Nahrungsmittel. Doch vorher will man das Leben, speziell das Essen, noch einmal richtig genießen, ehe die Zeit der Entbehrungen beginnt. Ursprünglich galt nur der Abend vor Aschermittwoch als Fastnacht. Diese wurde mit einem riesigen Festessen gefeiert. Besonders jene Gerichte waren gefragt, deren Hauptbestandteile während der Fastenzeit gemieden werden sollten. Laut den früheren strengeren Fastenregeln waren speziell Fett, Fleisch und Laktizinien (Milch, Butter, Käse usw.) tabu und mussten während der Fastenzeit aus dem Speiseplan verschwinden. Aus diesem Grund versüßen mit Eiern und Milch zubereitete Pfannkuchen und viele weitere verschiedene Fettgebäcke die Faschingszeit. Daneben gibt es aber auch noch traditionelle herzhafte Speisen. In vielen Regionen sind Gerichte mit Schweinefleisch oder Speck sehr beliebt. Das fettreiche Essen schmeckt nicht nur gut, es hat sogar einen praktischen Nebeneffekt: Es ist eine gute Basis, um den erhöhten Alkoholgenuss besser verträglich zu machen.

Fett was los – Fettgebäcke der Karnevalszeit

Faschingsgerichte sind meistens wahre Gaumenfreuden. Besonders faschingstypisch sind die traditionellen Fettgebäcke. Dabei handelt es sich um frittierte Gebäckstücke, die mehr oder weniger stark gesüßt sind. Die schmackhaften Leckereien basieren häufig auf Hefeteig oder Mürbeteig und unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Füllung und ihre Form. Während einige umgefüllt sind, präsentieren sich andere wiederum mit Sahne oder Marmeladefüllung. Bei anderen Rezepten variiert nur die Form. Neben den dicken runden Berlinern gibt es beispielsweise noch Brezeln, verzwirbelte oder flache Gebäcke und Mandeln. Tatsächlich schmecken diese aber trotz gleicher Zutaten nicht alle gleich. Die Form beeinflusst den Geschmack des Fettgebäcks. Je nachdem, ob beim Ausbacken eine größere oder kleinere Teigfläche dem Fett direkt ausgesetzt ist, wirkt es sich darauf aus, ob das Gebäck weich, knusprig oder mürbe schmeckt.

Typische Leckereien

Die wohl typischste Spezialität der bunten Faschingszeit ist der Krapfen. Er wird mit Hefeteig zubereitet, in der Fritteuse goldgelb gebacken und anschließend gefüllt, meist mit Marmelade, manchmal auch mit Eierlikör oder Schokolade. Allerdings gibt es für dieses eine Gebäck gleich mehrere Namen: Berliner, Berliner Ballen, saarländische Faasekichelcher, Puffel Kreppel, Pfannkuchen oder eben Krapfen. Die Zubereitung ist sich sehr ähnlich, lediglich die Füllung unterscheidet sich bei einigen dieser Gebäcke. Ein Krapfen ist doch kein Berliner, würde ein Rheinländer sagen. Denn in Rheinland sind Krapfen wieder etwas ganz anderes. Rheinische Krapfen werden nicht gefüllt und in Zucker oder Zimt gewälzt. Die Liste süßer Fettgebäcke geht noch weiter. So gibt es Mutzenmandeln, Rheinische Mutzen, Schmalzgebäck und viele weitere verführerische Leckereien, die so fest zur Faschingszeit gehören wie Lebkuchen zu Weihnachten.

Quellenangabe / Bild

© Alexander Raths / Fotolia.com

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