Pins – Geschichte und Entstehung

So klein und doch so groß an Material-, Herstellungs-, Motiv- und Formenvarianten. Von den Einsatzmöglichkeiten ganz abgesehen. Das alles sind wichtige Erfolgsfaktoren für Pins bzw. Anstecker. Faktoren, die schon seit über 150 Jahren geschickt genutzt werden, vom Wahlkampf über Protestaktionen bis zu Werbekampagnen. Doch die Geschichte der Pins reicht eigentlich noch viel, viel weiter zurück – sogar bis in die Bronzezeit.

Die Pin-Vorläufer mit vornehmlich praktischer Funktion

Die ältesten Vorläufer der Pins sind die Gewandnadeln – auch als Fibula bezeichnet. Sie waren schon in der Bronzezeit verbreitet und entwickelten sich im Mittelalter zur Mantelschließe. Gewandnadeln dienten zwar in erster Linie einem praktischen Zweck, wurden aber teilweise auch aus hochwertigen Edelmetallen gefertigt.

Mit der Zeit wurde die Schmuckherstellung immer weiter verfeinert, woraus schließlich die Agraffe entstand. Auch sie diente dazu, Gewänder zusammenzuhalten, war aber wesentlich filigraner und zierlicher gestaltet.

Gewandnadel und Agraffe spielten in der Renaissance jedoch keine Bedeutung mehr. Dafür kam im 17. Jahrhundert ein anderes Raff- und Befestigungsstück auf: die Brosche. Ebenso wichtig wie ihre Funktion war ihr modischer, schmückender Charakter. Letzterer rückte nach und nach in den Vordergrund, sodass die Brosche schließlich ein reines Schmuckstück wurde, mit einem teils sehr aufwendigen Design.

Ein weiterer Vorläufer der Pins ist die Krawattennadel. Sie kam im 19. Jahrhundert in der Biedermeierzeit auf – als Zubehör für Halsbinden.

Die ersten „richtigen“ Pins stammen aus den USA

Pins wurden ab Ende des 19. Jahrhunderts zu einem beliebten Streuartikel mit hohen Auflagen und damit das perfekte Mittel für politische Kampagnen. Möglich machte es ein Patent der Firma Whitehead & Hoag Company of Newark, New Jersey für den „Badge Pin oder Button“ am 21. Juli 1896. Mit der Patentanmeldung wurde die Produktion deutlich günstiger, was den Pins den Erfolgsweg ebnete. Die Befestigung erfolgte damals schon durch eine Nadel.

Für politische Zwecke wurden Pins genaugenommen schon viel früher eingesetzt, nämlich 1789 bei George Washingtons Wahlkampf. Allerdings wurden die Metallabzeichen damals angenäht und nicht angesteckt und fallen damit nicht ganz unter die Pin-Definition.

Weitere Meilensteine der Pins in ihrer politischen Geschichte:

  • 1860: Die ersten Anstecker mit Fotos erscheinen – zur Unterstützung von Abraham Lincoln.
  • 1896: im Wahlkampf von McKinley wurden die Pins erstmals richtig populär – für McKinley wurden sage und schreibe 800 verschiedene Motive erstellt.
  • 1972: Im Zuge der Kanzlerkandidatur von Willy Brandt werden unzählige Ansteckpins mit dem Wahlkampf-Slogan „Willy wählen“ verbreitet – so knapp und prägnant funktioniert Wahlkampf mit Pins.
  • 1970er Jahre: Die Anti-Atom-Bewegung in Deutschland entdeckt den Pin für sich und schafft damit einen der berühmtesten und am weitesten verbreiteten Anstecker mit der markanten Botschaft „Atomkraft? Nein Danke.“

Pins zur Marken- und Verkaufsunterstützung

Ein günstig herstellbarer Streuartikel? Das rief natürlich auch die Werbefachleute auf den Plan und so erschienen schon kurz nach der Patentanmeldung 1896 die ersten Werbeartikel in Form von Pins in den USA: 1898 wurden Pins mit der damals sehr bekannten, beliebten Cartoon-Figur „Yellow Kid“ bedruckt, mit dem Ziel, den Verkauf von Zigaretten und Kaugummis anzukurbeln.

Einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Werbewirkung machte die Kellogg Company 1945. Sie versteckten in ihren Cornflakes-Verpackungen Pins zum Sammeln. Es gab insgesamt 5 Serien mit je 18 verschiedenen Motiven. Ein geschickter Zug – immerhin wollte jeder unbedingt eine vollständige Sammlung haben und dafür musste man eben mehr Packungen des Maisprodukts kaufen.

Zurück in die Gegenwart

Pins haben nichts von ihrer Attraktivität verloren. Während sie bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts vor allem auf politischer Ebene relevant waren, werden sie heute in erster Linie für Marketingzwecke eingesetzt. Immerhin gibt es weder beim Motiv noch bei den Farben oder Formen Grenzen. Pins verbinden eine günstige Herstellung mit sehr hochwertiger Optik und sind damit einfach ein ideales Werbemittel.

Individuell bedruckter Pin
Pin bedruckt
Individueller Pin aus Kaltemaille
Pin Kaltemaille
Individueller Pin aus Kunstemaille
Pin Kunstemaille
Individueller sandgestrahlter Pin
Pin sandgestrahlt

 

 

 

 

Überdies spielen Pins heutzutage in Vereinen, Organisationen und Behörden eine sehr große Rolle, sei es zur Repräsentation oder um das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Verbundenheit zu stärken.

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Pins mit eigenem Motiv
Pins mit eigenem Motiv

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