Fanartikel – wer bekommt was ab vom großen Merchandising-Kuchen?

September 29, 2014
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Merchandising bietet Vereinen nicht nur die Möglichkeit, Geld einzunehmen, es gehört auch zu den wichtigsten Mitteln, einen Verein zu repräsentieren. Für die meisten Fans ist es selbstverständlich, Merchandising-Artikel wie Schal, Basecaps, Tassen oder Trikots zu kaufen. Sie erwarten das ganz einfach von ihrem Verein.

Doch wie verhält es sich eigentlich mit dem Profit des Merchandising? Wer bekommt hier etwas vom Kuchen ab? Diesen Fragen möchten wir mit dem folgenden Blogbeitrag beantworten.

Wer macht die meisten Umsätze beim Merchandising?

Besonders ausgeprägt ist das Merchandising-Angebot im Fußball-Bereich. Bundesligavereine z.B. holen sich mittlerweile fast ein Viertel ihres Umsatzes aus dem Verkauf von Fanartikeln. Der wachsende Online-Handel hat die steigenden Umsätze natürlich zusätzlich befördert. Noch extremer verhält sich der Merchandising-Umsatz bei Großereignissen wie EM und WM. Umso vielfältiger sind auch die Branchen und Industriezweige, die hier davon profitieren:

– Musikindustrie
– Brauereien
– Kleidungsindustrie
– Hersteller von Sammelbildern

Große Sportbekleidungs-Unternehmen wie Puma, Adidas und Nike profitieren besonders. Bei einer WM verkaufen sie Millionen Shirts, Schuhe und Bälle. Da viele Artikel wie Fahnen, Basecaps, Shirts oder Fanschals in China hergestellt werden, gehört das Land zu den größten Gewinnern, wenn es um Merchandising-Umsätze geht. Damit profitiert das Land, obwohl es selbst nicht mal zu den Teilnehmern zählt.

China profitiert natürlich nicht nur vom Sport, sondern auch von vielen anderen Bereichen, in denen Fanartikel an der Tagesordnung stehen wie z.B. Film, Fernsehen oder Games.

Kooperationen durch Lizenzen

Geht ein Unternehmen mit einem Sport-Club eine Lizenzkooperation ein, dann darf das Unternehmen die Markenzeichen des Clubs verwenden, also z.B. das Logo, und damit seine Produkte bedrucken. Das bringt einerseits den Vorteil, dass sich diese Produkte dank des Markenzeichens besser verkaufen lassen und andererseits lässt sich das Produkt auch zu einem höheren Preis unter die Leute bringen.

Diese Lizenzkooperationen führen häufig dazu, dass sich das Merchandising-Angebot ins Unermessliche ausbreitet. Vom Radiergummi über Sticker und Fahnen bis hin zum Rucksack ist alles im Markenlook des Vereins erhältlich.

Aufgrund der Vergabe von Lizenzrechten hat sich der Anteil derer, die von Fanartikeln profitieren, stark erhöht. Teilweise nehmen die Lizenznehmer sogar deutlich mehr ein als der Verein selbst. Im Endeffekt profitieren aber alle „Teilnehmenden“ vom Merchandising:

– die Fans, weil sie sich mit ihrem Verein identifizieren können
– der Verein, durch den Selbstvertrieb und die Lizenzvergabe
– die Lizenznehmer, durch die besseren Vertriebsmöglichkeiten

Je besser der Lizenznehmer seine Produkte vertreibt, desto mehr Fans kommen letztendlich zu den Spielen. Außerdem bedeuten die Fanartikel für den Verein einen nicht zu unterschätzenden Imagegewinn.

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