Sechs skurrile Sportarten aus aller Welt

September 20, 2016
1 Kommentar
Bubble Fußball

Bei diesem Spiel geht’s rund: Bubble Ball ist ein beliebter Funsport aus Skandinavien

Sport hat bekanntlich viele positive Effekte für die Gesundheit, den Körper und auch für die Seele. Kein Wunder also, dass Sport bei den meisten mit zu den wichtigsten Freizeitbeschäftigungen gehört. Dank der Vielseitigkeit der Sportarten können Menschen nahezu jeden Alters und jeden Fitnesslevels ein sportliches Hobby ausüben. Besonders weit verbreitet sind natürlich klassische Sportarten. Fast jeder hat schon einmal mit einem Fußball gekickt, auf dem Volleyballfeld gestanden oder musste sich mindestens im Schulsport mit Leichtathletik beschäftigen. Doch wem Schwimmen, Fahrradfahren oder Snowboarden zu langweilig ist, der findet vielleicht bei den ausgefallenen Sportarten die richtige Herausforderung. Das Angebot reicht von Fahrrad-Weitwurf über Flaming Theterball, wo mit Tennisschlägern auf lichterloh brennende Klopapierrollen eingeschlagen wird, bis hin zu Unterwasserhockey. Einige Sportarten sind sogar schon so von der Gesellschaft angenommen worden, dass sie über Vereinsstrukturen und strikte Regularien verfügen. Wir haben für euch sechs skurrile Sportarten zusammengetragen.

Bossaball
Bossaball ist eine moderne Mannschaftssportart für all jene, die nicht nur Sport, sondern auch jede Menge Spaß und Action suchen. Der spanische Trendsport wurde von Filip Eyckmans erfunden und vereint Elemente aus Volleyball, Fußball, Trampolinspringen und Gymnastik zu einer neuen Funsportart. Gespielt wird in zwei Mannschaften mit jeweils zwei bis fünf Spielern. Wie beim Volleyball versucht jede der beiden Mannschaften den Ball übers Netz ins gegnerische Feld zu bugsieren. Eine Besonderheit ist dabei der Spieluntergrund. Die Matches werden nicht auf Rasen oder Sand ausgetragen, sondern auf einem riesigen Luftkissen, das durch ein Netz in der Mitte in zwei Spielhälften geteilt wird. Zusätzlich befindet sich auf jeder Spielhälfte ein Trampolin, das den Spielern eine bessere Sprunghöhe und somit neuartige Angriffstechniken ermöglicht. Darüber hinaus erlaubt auch der weiche Untergrund wesentlich mehr akrobatische Spieltechniken als beim normalen Volleyballspiel. Zwar gibt es in Deutschland erst sehr wenige Bossaball-Anlagen, doch der Sport verbreitet sich immer mehr. Auch Meisterschaften werden bereits ausgetragen.

Frauentragen
Wettkämpfe wie die Weltmeisterschaft im Beerenpflücken oder die Weltmeisterschaft im Handyweitwurf zeigen eins: Die Finnen sind Meister im Erfinden und Austragen zahlreicher absurder Sportarten und Wettbewerbe. Zu den bekanntesten dieser Sportarten gehört das Frauentragen. Wer zur Hochzeit seine Frau über die Schwelle tragen will, kann sich mit dieser Sportart optimal darauf vorbereiten. Beim Frauentragen muss die Partnerin schnellstmöglich über einen 253,5 Meter langen Parcours getragen werden. Gemäß den Regeln des internationalen Frauentragen-Wettbewerbsregeln-Komitees muss die Laufstrecke mindestens aus Rasen-, Kies- sowie Sandteilstücken bestehen und je zwei trockene und zwei Wassergräben von rund 1 Meter Tiefe aufweisen. Das Paar darf sich dabei nur dann fortbewegen, wenn die Frau getragen wird. Als Preis erhält der Sieger das Gewicht seiner Partnerin in Bier ausgezahlt. Neben den Wettbewerben in Deutschland, Irland, Österreich und den Vereinigten Staaten, in denen nationale Meister ermittelt werden, findet seit 1992 auch jedes Jahr eine Weltmeisterschaft in Sonkajärvi statt.

Unterwasserhockey
Was einst als Nischensportart begann, wird inzwischen weltweit von mehreren Tausend Sportlern aktiv betrieben. Bei diesem technisch und taktisch anspruchsvollen Spiel versuchen jeweils sechs Spieler einen 1,3 kg schweren Puck in eine Rinne am Beckenboden zu befördern. Die Spieler sind mit Schnorchel, Tauchermaske, Flossen und einem Schutzhandschuh mit Schläger ausgerüstet. Gespielt wird auf einem 21–25 Meter x 12–15 Meter großen Feld bei einer Tiefe von 2,00 bis 3,65 Meter.

Schachboxen
Schachboxen ist die perfekte Sportart für intelligente Muskelprotze. Diese Disziplin fordert Körper und Geist gleichermaßen. Ein Kampf setzt sich aus sechs dreiminütigen Blitzschach-Partien und fünf dreiminütigen Boxrunden zusammen. Wie auch beim Boxen sind die Sportler in Gewichtsklassen aufgeteilt. Die Grundidee stammt aus einem Science-Fiction-Roman aus dem Jahre 1992, bei dem der Protagonist an einer Schachboxen-Weltmeisterschaft teilnimmt. Elf Jahre später wurde diese Fiktion zur Realität, als der niederländische Aktionskünstler Iepe Rubingh den ersten Wettkampf im Schachboxen veranstaltete. Seitdem wurde das Schachboxen zunehmend professionalisiert. Ein Sieg kann durch ein Schachmatt, eine unerlaubte Zeitüberschreitung oder ein natürliches K. o. erzielt werden.

Bubble Ball
Wem Fußball zu gewöhnlich ist, der sollte einmal diese moderne Fußballvariante probieren. Bubble Ball ist der angesagte Trend im Bereich Freizeitsport. Bei dieser Sportart geht es hauptsächlich um den Spaß, weswegen diese Aktivität sich vor allem bei Junggesellenabschieden, Geburtstagen oder Teambuildings großer Popularität erfreut. Inzwischen bieten verschiedene Anbieter in Deutschland diesen Sport als Event an. Die Spieler schlüpfen in einen aufblasbaren und transparenten Ball mit einem Durchmesser von etwa 150 cm. Dadurch sind Oberkörper und Kopf wie durch einen Airbag geschützt. Eingehüllt in diese großen Kugeln, den sogenannten „Bubbles“ oder auch „Bumperz“, treten die Mannschaften dann gegeneinander an und versuchen den Ball ins gegnerische Tor zu schießen. Ähnlich wie beim Fußball hat am Ende diejenige Mannschaft gewonnen, welche die meisten Tore schießt. Umrennen und Anrempeln sind hier nicht nur erlaubt, sondern regelrecht erwünscht. Denn die riesigen Plastikluftblasen schützen optimal und herumrollende Spieler sorgen für noch mehr Spielspaß. Als Spielgrund kommen sowohl Turnhallen, Sand, Schnee als auch Kunst- bzw. Naturrasen infrage.

Quellenangabe / Bild

© Svetoslav Radkov / Fotolia.com

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One Response to Sechs skurrile Sportarten aus aller Welt
  1. Ich habe fast das Gefühl, dass hier der Klassiker Sofasport fehlt. In Berlin wird gerade dafür ein Verein gegründet: http://www.sofa-sportverein.de 🙂

    Mit sportlichen Grüßen
    Torben


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